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Fahrzeug: 113 311-5

Baureihe: E 10.12 / 112 / 113

Schnellzug-Elektrolokomotive

Die Baureihe E 10 ist eine für die Deutsche Bundesbahn erstmals im Jahre 1952 gebaute Einheitselektrolokomotive für den Schnellzugverkehr. Sie wird seit dem Jahr 1968 als Baureihe 110 sowie ihre Unterbaureihen als Baureihen 112 bis 115 geführt.

Technische Daten der Baureihe E 10.12 / 112 / 113

Erstes Baujahr 1962
Achsanordnung/Bauart Bo'Bo'
Treibraddurchmesser 1.250 mm
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Länge über Puffer 16.440 mm
Leistung 3.700 kW
Anfahrzugkraft 9.900 kp
Dienstmasse 86,0 t
Stromsysteme 15 kV 16 2/3 Hz, Oberleitung
Antrieb Gummiringfeder
Motortyp vierzehnpoliger Einphasen-Reihenschlussmotor

Die ersten Serienloks der Baureihe E 10 erhielten Ordnungsnummern ab 101 aufwärts und werden daher als Baureihe E 10.1 bezeichnet. Im Gegensatz zur E 40 war die E 10 mit einer Widerstandsbremse ausgerüstet worden. Daher unterscheiden sich beide Baureihen minimal im Dachbereich.
Ab Dezember 1956 wurden in mehreren Serien insgesamt 379 Fahrzeuge von den Herstellern Krauss-Maffei, Krupp, Henschel-Werke (alle mechanischer Teil) sowie SSW (Siemens-Schuckert-Werke), AEG und BBC (elektrischer Teil) ausgeliefert.
Ab der Loknummer E 10 288 wurde ein neuer, aerodynamisch günstigerer Lokkasten (sogenannte „Bügelfalten-Front“), der zuvor bei der E 10.12 eingeführt worden war, auch bei den normalen E 10 verwendet. Diese Lokomotiven werden daher auch als E 10.3 bezeichnet.
1991 zeigte sich zunehmend, dass die elf Loks der ersten beiden Serien der Baureihe 112 durch die schweren und schnellen Einsätze abgewirtschaftet waren. Als Notmaßnahme wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h begrenzt, und die Lokomotiven wurden fortan im Eilzugdienst rund um München eingesetzt. Zu diesem Zeitpunkt waren sie bereits in die Baureihe 113 umgezeichnet, um der DR-Baureihe 212 im neuen gesamtdeutschen Nummernschema Platz zu machen. Inzwischen dürfen die Loks zwar wieder 160 km/h laufen, wurden aber als Splitterbauart betrachtet, die vorrangig abgestellt werden sollte.

Lebenslauf des Fahrzeugs 113 311-5

Hersteller Krauss-Maffei AG
Fabrik-Nr. 19028/1963
Indienststellung 08.01.1964
Beheimatung Nürnberg Hbf, Heidelberg, Frankfurt (M) 1, Dortmund Bbf, Hamburg-Eidelstedt, München
Bezeichnungen 1964-1967: E 10 1311
1968-1990: 112 311-6
1991-2004: 113 311-5
Ausmusterung 16.01.2004
Bemerkungen Die Lok war u. a. vor den Rheinpfeil-Zügen im Einsatz.
Zurzeit befindet sich das Fahrzeug zu Werkstattarbeiten in Nürnberg.
Eigentümer DB Museum, Standort Koblenz

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